Wer kann Entgeltgleichheit prüfen?

eg-check.de ist vielfältig einsetzbar: Ob Arbeitgeber, Beschäftigte, Tarifparteien, Betriebs- und Personalräte oder der Staat selbst - sie alle können mit dem Instrument überprüfen wo der Grundsatz der Entgeltgleichheit tatsächlich eingehalten wird und wo nicht.

Entgeltgleichheit prüfen können ...

  • Arbeitgeber, da sie Entgeltgleichheit von Frauen und Männern gewährleisten müssen und ein Nachweis sowohl innerbetrieblich als auch arbeitsmarktpolitisch Vorteile verschafft,
  • Betriebs- und Personalräte, da sie als gesetzliche Interessenvertretungen auf die Gleichbehandlung der Geschlechter zu achten haben und zeigen können, dass sie sich auch für potentiell benachteiligte Beschäftigtengruppen einsetzen,
  • Gleichstellungs- oder Frauenbeauftragte, da sie auf die Beseitigung und Verhinderung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts hinwirken sollen,
  • Tarifparteien, da sie für diskriminierungsfreie Tarifverträge verantwortlich sind,
  • Gewerkschaften, Interessenorganisationen und Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen, die Betroffene beraten und bei der Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche unterstützen,
  • Richterinnen und Richter, die Entgeltgleichheitsklagen zu entscheiden haben,
  • betroffene Beschäftigte, die zur Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche begründen müssen, worin die Ungleichbehandlung beim Entgelt besteht.

Idealerweise sollte die Prüfung der Entgeltgleichheit gemeinsam von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite vorgenommen werden. Hierzu könnte eine Projektgruppe gebildet werden, der Vertreter_innen der Arbeitgeberseite (einschl. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, so vorhanden) und Arbeitnehmerseite angehören. Sie könnte bei Bedarf auch Sachverständige zur Anleitung und/oder Auswertung der Ergebnisse hinzuziehen. Eine gemeinsame Überprüfung durch die Betriebsparteien ist nicht nur sinnvoll, sondern sogar geboten, wenn es um Entgeltbestandteile geht, die in Betriebs-/Dienstvereinbarungen geregelt sind. Auch die Umsetzung von Tarifverträgen einschließlich der Eingruppierung und Umgruppierung der Beschäftigten sind Handlungsfelder, die die Betriebsparteien gemeinsam gestalten.